re:publica 24
27.-29. Mai 2024
STATION Berlin
Die neue EU- Kommunalabwasserrichtlinie setzt ehrgeizige neue Standards für den europäischen Abwassersektor: die Einführung einer vierten Reinigungsstufe für Mikroverunreinigungen, das Streben nach Energieautonomie sowie strengere Überwachungs- und Berichtspflichten. Diese Maßnahmen sind ein mutiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit – aber sie werfen auch drängende Fragen für Kommunen, Versorgungsunternehmen und Technologieanbieter auf.
Die Umsetzung erfolgt in schwierigen Zeiten: Letztendlich tragen die Bürger:innen die Kosten, viele Mitgliedstaaten sehen sich mit Fachkräftemangel und Investitionslücken konfrontiert, und Europa befindet sich in einem unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld. Kann die Richtlinie in allen Mitgliedstaaten durch eine strikte 1:1-Umsetzung umgesetzt werden, oder wird es unterschiedliche Geschwindigkeiten und nationale Ansätze geben? Wird Europa einen Innovationsschub erleben – oder einen Nachfrageschock?
Leitfragen:
• Wie kann die vierte Reinigungsstufe kosteneffizient und in großem Maßstab eingeführt werden?
• Ist die Energieautonomie von Kläranlagen realistisch – oder Wunschdenken?
• Was bedeutet eine 1:1-Umsetzung in der Praxis, und wie wirken sich unterschiedliche Geschwindigkeiten in den Mitgliedstaaten auf Fairness und Machbarkeit aus?
• Wie kann der Sektor den Fachkräftemangel bewältigen und Engpässe in Technik und Betrieb vermeiden?
• Wird die Richtlinie einen Nachfrageschock für Technologien und Lösungen auslösen, und wie können sich Anbieter darauf vorbereiten?
• Welche Best Practices und Leuchtturmprojekte weisen bereits den Weg in die Zukunft?
Zielgruppe:
Versorgungsunternehmen, Kommunen, Regulierungsbehörden, Technologieanbieter, Ingenieurbüros, Investoren und NGOs, die sich für die Zukunft einer nachhaltigen Abwasserwirtschaft interessieren