Die Studie untersucht die systemintegrative Verortung von Rechenzentren in Deutschland mit Fokus auf Energieversorgung, Gasinfrastruktur und Abwärmenutzung. Aktuell konzentrieren sich die Rechenzentren mit einer Gesamtanschlussleistung von 4,5 GW (PUE-Wert von 1,46) in Frankfurt (Rhein-Main), Berlin und dem Ruhrgebiet.
Die Analyse zeigt, dass die meisten Rechenzentren mehr als 1 km vom Fernleitungs- und Wasserstoffkernnetz entfernt sind und damit tendenziell durch ein Verteilnetz versorgt werden müssen. Das aktuelle Abwärmepotenzial beträgt ca. 15 TWh/Jahr, was etwa 3 % des Wärmebedarfs privater Haushalte decken könnte.
Bis 2030 wird eine Verdopplung auf 9,5 GW, bis 2045 ein Anstieg auf 24,5 GW prognostiziert. Das Abwärmepotenzial könnte dann auf 89 TWh/Jahr steigen und rund 16 % des heutigen Haushaltswärmebedarfs decken.
Fazit: Rechenzentren entwickeln sich zu einem bedeutenden Energie- und Infrastrukturthema. Eine systemische Standortplanung sowie die Integration in Strom-, Gas- und Wärmenetze sind entscheidend für Versorgungssicherheit und Effizienz.
