Entfernung und Zerstörung von PFAS aus belasteten Wasserströmen durch Adsorption an Aktivkohle und anschließende Reaktivierung der gesättigten Aktivkohle

Sylvia Lehmann

Info
Eine effektive Entfernung von PFAS aus industriellen Wasserströme durch Adsorption an granulierter Aktivkohle konnte für die Industriesektoren Chemieproduktion, Abfallbehandlung und Umweltdienstleistungen nachgewiesen werden. Mobile Filter verhindern Leckagen und Aktivkohleverlust und bieten somit die bestmögliche Einhaltung der Abfallvorschriften.
Blue Stage
Vortrag
Deutsch
Conference

Die Wechselwirkung zwischen PFAS, Wassermatrix und Aktivkohle wird diskutiert und es werden Auslegungskriterien für die Filtrationsstufe entwickelt. Im Vergleich zur eher gewöhnlichen Adsorption flüchtiger organischer Verbindungen sollte eine Kontaktzeit von mindestens 30 Minuten vorgesehen werden. Hochmikroporöse Aktivkohlen sind wirksam für kurzkettige und agglomerierte Aktivkohlen für langkettige PFAS. Die Reaktivierung der gesättigten Aktivkohle in den industriellen Reaktoren von Desotec ist hocheffizient und wirkt als PFAS-Schadstoffsenke. Die Zerstörungs- und Entfernungseffizienz von PFAS wurde zu über 99,97 % gemessen, basierend auf einer Massenbilanz mit 24 PFAS-Spezies auf der Aktivkohle, der Asche und der Wäscherphase sowie 39 Spezies in der Gasphase, einschließlich Produkten unvollständiger Verbrennung. Die entsprechende Fluor-Massenbilanz über den industriellen Reaktor und die Abgasnachbehandlung konnte innerhalb 96 % geschlossen. Zum Abschluss werden Fallbeispiele aus der Praxis erläutert.

Partner / Organizer
Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW)