Trotz des immensen Potenzials für Klima- und Ressourcenschutz, das durch den Einsatz von Recyclingrohstoffen gehoben werden könnte, wird die sogenannte Grüne Öffentliche Beschaffung (Green Public Procurement, „GPP“) in Deutschland als strategisches Instrument immer noch zu wenig genutzt. Dabei geht es im Lichte der geopolitischen Krisen nicåht zuletzt darum, ein Stück unabhängiger von Rohstoffimporten aus Drittstaaten zu werden. Um die Rohstoffsicherheit des Standorts Deutschland zu stärken und resilienter zu werden, ist jetzt die Zeit umzusteuern und gezielt in der öffentlichen Beschaffung auf Recyclingrohstoffe zu setzen.
Die öffentliche Hand steht in den nächsten Jahren vor einer historischen Chance, bis zu 500 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen zukunftsgerichtet in Infrastruktur für Straße, Schiene und Schulen zu investieren. Im Sommer 2025 hat der BDE mit einem Gutachten der renommierten Kanzlei BBH deutlich gemacht: Green Public Procurement ist schon heute möglich – wenn Verwaltung und Politik entschlossen handeln (https://www.bde.de/presse/green-public-procurement-bde-fordert-chancen-endlich-nutzen/). Die Kreislaufwirtschaftsstrategie der Stadt Stuttgart (https://www.stuttgart.de/leben/umwelt/klima/klimastrategie/klima-fahrplan-2035/kreislaufwirtschaft) zeigt, dass mit politischen Willen GPP vor Ort möglich ist. Auch München hat sich auf den Weg gemacht. Das Panel will aufzeigen, was die Erfolgsfaktoren vor Ort von #einfachmalmachen sind.
