PET ist PET – bis die Vorschriften etwas anderes vorschreiben. Nach den EU-Vorschriften für den Kontakt mit Lebensmitteln können zwei chemisch identische PET-Artikel sehr unterschiedliche Recycling-Perspektiven haben: Der eine ist für den Lebensmittelkontakt zugelassen, der andere nicht. Herkömmliche NIR-Sortierung kann sie nicht unterscheiden. Angesichts der ab August 2026 geltenden PPWR und der verbindlichen Zielvorgaben für den Recyclinganteil ab 2030 wird die Fähigkeit, nach dem regulatorischen Status zu sortieren, zu einer praktischen Notwendigkeit für Recyclingunternehmen, die mit PET arbeiten. In diesem Vortrag erläutert Andreas Jäger, wie Sensorfusion und KI-basierte Sortierung es ermöglichen, PET nicht nur anhand seiner Materialzusammensetzung, sondern auch anhand seiner bisherigen Verwendungsgeschichte zu unterscheiden. Er stützt sich dabei auf das Cirrec-Projekt in den Niederlanden, wo jährlich 60.000 Tonnen Post-Consumer-PET-Schalen im industriellen Maßstab zu lebensmitteltauglichem Material verarbeitet werden, und erörtert, was dieser Wandel für Recycler, Markeninhaber und geschlossene Verpackungssysteme bedeutet.
Reduzierung des Ressourcenverbrauchs
Recycling von Stoffen und Materialien
Conference
Partner / Organizer
Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. (VDMA)
Sprecher*innen
Managing Director STEINERT UniSort GmbH / Global Sales Director Waste
