IFAT Munich 2024

Die IFAT Munich überzeugt als Weltleitmesse für Umwelttechnologien durch einen hohen Grad an Internationalität und beeindruckende Aussteller- und Besucherzahlen. Die IFAT Munich gilt als Branchentreffpunkt der Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Alle bedeutenden Key-Player präsentieren hier ihre neuesten Produkte, Lösungen und Services. Der Besuch des fachlichen Rahmenprogramms ist im Ticketpreis inbegriffen.

Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm in Deutschland bis 2029 - Chancen und Herausforderungen Session in Kooperation von DWA und BDE

Dr. Julia Vogel, Kathleen Vehlow, Andreas Dous, Tim Bagner , Rainer Könemann

Info
Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm in Deutschland bis 2029
- Chancen und Herausforderungen Session in Kooperation von DWA und BDE

Moderation:
Rainer Könemann, hansewasser Bremen

Vortragende:
Dr. Julia Vogel, Umweltbundesamt
Kathleen Vehlow, BDE
Andreas Dous EEW
Erwin Voss, Stadtentwässerung Hildesheim

Inkl. Podiumsdiskussion mit Tim Bagner, Deutscher Städtetag
Management und Betrieb von Wasser- und Abwasseranlagen
Recycling von Stoffen und Materialien
DWA/DVGW WaterStage (EWE.5)
Vortrag
Deutsch
Conference

Phosphor ist ein unverzichtbarer Rohstoff – nicht nur für die Landwirtschaft. Zugleich ist Phosphor eine endliche und durch die EU als kritischer Rohstoff eingestufte Ressource. Eine Rückgewinnung der im Abwasser enthaltenen großen Mengen an Phosphor stellt daher einen wesentlichen Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Ressourcenwirtschaft dar.

Deutschland hat sich hierzu im Rahmen der Klärschlammverordnung von 2017 ambitionierte Ziele gesetzt und steht heute vor der Herausforderung, ab 2029 die in der Verordnung geregelte Pflicht zur Rückgewinnung oder Kreislaufführung von Phosphor umzusetzen.

Heute werden bereits über 80 % der Klärschlämme einer Verbrennung zugeführt, Tendenz steigend. Klärschlämme, die bisher z.B. in Kohlekraftwerken mitverbrannt werden, werden künftig vor allem neu errichteten Klärschlammverbrennungsanlagen zugeführt werden. Die Thermische Vorbehandlung mit nachfolgender Phosphorrückgewinnung aus den Klärschlammverbrennungsaschen wird daher eine zentrale Rolle spielen. Allerdings prognostizieren Studien, dass bis 2029 nur für ca. 30 % der anfallenden Klärschlammaschen Techniken für eine Phosphorrückgewinnung zur Verfügung stehen werden.       
Die Klärschlammverordnung hat zwar für diesen Fall als „Ausweichmöglichkeit“ vorgesehen, Klärschlammaschen für eine Übergangszeit zwischenzulagern und die Phosphorrückgewinnung aus den Aschen zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. Jedoch wird inzwischen immer deutlicher, dass hierfür benötigte Kapazitäten zur rückholbaren Zwischenlagerung aus technischen und rechtlichen Gründen ebenfalls nicht im ausreichenden Umfang zur Verfügung stehen werden.

Deshalb zweifeln heute viele Experten, ob in den verbleibenden knapp 3 Jahren die Voraussetzungen zur Umsetzung der Phosphorrückgewinnungspflicht in dem von der Klärschlammverordnung vorgegeben Rahmen geschaffen werden können. Erste Forderungen werden laut, den rechtlichen Rahmen anzupassen.

Vor diesem Hintergrund werden Expertinnen und Experten in dieser Session unter anderem folgende Aspekte in den Vorträgen und der Podiumsdiskussion beleuchten:  

  • Aktueller Stand der gesetzlichen Anforderungen und Fristen
  • Verfügbare Technologien zur Phosphorrückgewinnung und deren Praxistauglichkeit
  • Künftige Kapazitäten in der thermischen Klärschlammbehandlung und zur P-Rückgewinnung aus Aschen
  • Diskussion zu Strategien und Handlungsoptionen mit Blick auf die in 2029 greifenden Vorgaben der Klärschlammverordnung 

Diskutieren Sie mit, wie Deutschland den Weg zu einer nachhaltigen Phosphornutzung gestalten kann!

Partner / Organizer
Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V. (BDE)
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)
Moderation (Optional)
#IFATMunich
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