Rohstoffrisiko für Deutschland? Chancen und Strategien im Umgang mit kritischen und strategischen Rohstoffen

Germany Trade and Invest

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Das Panel bietet eine Plattform für den interdisziplinären Dialog zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik und beleuchtet, wie resiliente, nachhaltige und technologisch zukunftsfähige Rohstoffstrategien konkret ausgestaltet werden können – auch mit Blick auf die Rolle der Wirtschaftsförderung.
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Kritische und strategische Rohstoffe sind eine zentrale Voraussetzung für Zukunftstechnologien und industrielle Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere in Bereichen wie Elektromobilität, Digitalisierung, Energietechnik und Verteidigung. Gleichzeitig machen geopolitische Unsicherheiten, Handelskonflikte und Konzentrationen entlang globaler Lieferketten die Rohstoffversorgung zunehmend zu einem Risiko- und Sicherheitsfaktor für Deutschland.

Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hat daher im Sommer 2025 die nationale Rohstoffstrategie weiter geschärft: Im Zentrum stehen der Ausbau strategischer Partnerschaften, ein verstärkter Einsatz des Rohstofffonds (KfW), die Unterstützung von Recycling und Kreislaufwirtschaft sowie ein stärkerer Schulterschluss mit europäischen Initiativen wie dem Critical Raw Materials Act (CRMA). Das Panel bietet eine Plattform für den interdisziplinären Dialog zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik und beleuchtet, wie resiliente, nachhaltige und technologisch zukunftsfähige Rohstoffstrategien konkret ausgestaltet werden können – auch mit Blick auf die Rolle der Wirtschaftsförderung.

 

Ziele der Veranstaltung

  1. Einordnung in den aktuellen politischen Rahmen
    1. Die Veranstaltung stellt die jüngsten Weichenstellungen der Bundesregierung zur Rohstoffsicherung in den Mittelpunkt – insbesondere den Fokus auf Diversifizierung von Bezugsquellen, strategische Lagerhaltung, technologische Substitution sowie neue Partnerschaften mit rohstoffreichen Drittstaaten. Sie knüpft dabei an die Fortschreibung der nationalen Rohstoffstrategie (Stand: Juli 2025) sowie an die operative Ausgestaltung des Rohstofffonds der KfW an.
  2. Versorgungssicherheit für zentrale Industrien stärken
    1. Ziel ist es, mit Vertreter*innen der Industrie zu diskutieren, wie Unternehmen sich gegen Risiken wie Preissprünge, Exportrestriktionen oder politische Instabilität absichern – und welche Rolle die Politik sowie Förderinstrumente dabei spielen können.
  3. Potenziale von Kreislaufwirtschaft und Substitution erschließen
    1. Die Diskussion soll aufzeigen, welche technologischen Entwicklungen in Recycling, Urban Mining und Materialsubstitution bereits heute wirtschaftlich tragfähig sind – und wie diese in bestehende industrielle Wertschöpfungsketten integriert werden können.
  4. Rolle der Wirtschaftsförderung konkretisieren
    1. Die Paneldiskussion bietet die Gelegenheit, die potenzielle Rolle der Wirtschaftsförderung als strategischer Partner zu schärfen – etwa in den Bereichen Investorenberatung, Standortentwicklung, Technologietransfer oder Fördermittelzugang.
  5. Impulse für Handlungsempfehlungen generieren
    1. Ziel ist es, praxisnahe Empfehlungen zu identifizieren – etwa für politische Entscheidungsträger, Förderbanken oder Kooperationsinitiativen mit Drittstaaten. Diese Impulse sollen im Nachgang dokumentiert und ggf. in laufende Programme eingespeist werden.

 

Diskussionsschwerpunkte

  • Welche Rohstoffe sind für Deutschland aktuell und perspektivisch strategisch relevant?
  • Wie kann sich die Industrie resilient gegenüber globalen Lieferkettenrisiken aufstellen?
  • Welche Rolle spielen Recycling, Substitution und Materialeffizienz im Hinblick auf Versorgungssicherheit?
  • Welche Beiträge können Wirtschaftsförderung und öffentliche Hand leisten?

 

Teilnehmende (angefragt / tbd)

(Beispiele zur Orientierung – konkrete Anfragen noch offen)

  • Vertreter der Wirtschaft
    • Beispiel: BASF, Aurubis, Vulcan Energy, HC Starck/Mitsubishi Materials
    • Perspektive: Bedeutung kritischer Rohstoffe für Schlüsselindustrien (z. B. Chemie, Energie, Mobilität), Versorgungssicherheit entlang globaler Lieferketten, Strategien zur Risikominderung wie Diversifizierung, Recycling und Partnerschaften, Erwartungen an politische Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene.
  • Vertreter der Forschung
    • Beispiel: Wissenschaftler aus dem Bereich Materialwissenschaften oder Ressourcenstrategie (z. B. TU Clausthal-Zellerfeld – Professor Daniel Goldmann)
    • Perspektive: Forschung zu Substitution kritischer Rohstoffe, Innovationspotenziale im Recycling und Urban Mining, Integration von Kreislaufwirtschaft in industrielle Prozesse, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen an Politik und Wirtschaft.
  • Vertreter der Deutschen Rohstoffagentur (DERA)
    • Beispiel: Frau Dr. Britta Bookhagen
    • Perspektive: Einschätzung geopolitischer Risiken und globaler Abhängigkeiten, Monitoring von Preis- und Marktentwicklungen, Ableitung konkreter Empfehlungen für eine resiliente Rohstoffstrategie Deutschlands.
  • Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWE)
    • Beispiel: Zuständiges Referat für Rohstoffpolitik (Michael Weltzin)
    • Perspektive: Umsetzung und Weiterentwicklung der nationalen Rohstoffstrategie (Stand 2025), Förderung über Rohstofffonds und industriepolitische Instrumente, Verzahnung mit europäischen Initiativen wie dem CRMA, politische Einschätzung aktueller Handlungsbedarfe.
Partner / Organizer
GTAI - Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH
Sprecher*innen
Senior Manager Marketing and Communications