Die Sicherstellung einer zuverlässigen Wasserversorgung hängt zunehmend von der Wasserwiederverwendung ab. Zuverlässigkeit geht weit über die Trinkwasserversorgung hinaus. Sie umfasst die landwirtschaftliche, städtische und industrielle Nutzung. Der „Fit for Purpose“-Ansatz hilft dabei, das erforderliche Niveau der (Ab-)Wasseraufbereitung zu definieren. Seit 2023 gelten hierfür Qualitätskriterien, die in einer neuen EU-Richtlinie festgelegt sind. Das Risikomanagement für „Fit for Market“ ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Ansatzes. Vorschriften und Normen in Partnerländern prägen ebenfalls die Bedingungen für eine wirtschaftlich rentable Produktion global gehandelter Güter.
In dieser Session werden erfolgreiche marktorientierte Wasserwiederverwendungsprojekte aus drei Kontinenten vorgestellt. Gemeinsam werden wir übertragbare Modelle für förderliche Rahmenbedingungen und bewährte Verfahren bei der technologischen Umsetzung identifizieren. In diesem Zusammenhang unterstützen auch die Fachverbände der deutschen Wasserwirtschaft, DWA und DVGW, die Entwicklung technischer Regeln, die die Lücke zwischen gesetzlichen Anforderungen und betrieblicher Praxis schließen.
