Das Ziel der europäischen Kommission ist klar: Ein zirkuläres Europa, das die Ressourcen schont, den Kontinent resilienter macht und gleichzeitig eine schadstofffreie Umwelt garantiert. Doch hinter diesem idealistischen Bild verbirgt sich in der Praxis ein hochkomplexes Spannungsfeld, das die Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor enorme Herausforderungen stellt. Im Zentrum dieser Debatte steht die REACH-Verordnung, deren Stoffverbote und Grenzwerte zum Nadelöhr für das Recycling werden können. Während die Politik sich seit Jahren mit der Revision der REACH-Verordnung schwer tut, führen regulatorische Anforderungen dazu, dass potenziell wertvolle Rezyklate aufgrund von Belastungen aus dem Kreislauf ausgeschleust werden müssen.
Diese Session analysiert den tiefgreifenden Zielkonflikt zwischen dem Wunsch nach „absoluter Reinheit“ einerseits und der technischen sowie ökonomischen Notwendigkeit der Rohstoffrückführung andererseits. Unsere Experten beleuchten dabei, wie mit sogenannten Altlasten in langlebigen Produkten umgegangen werden kann und ob der aktuelle regulatorische Rahmen die Innovation im Bereich der Kreislaufwirtschaft eher beflügelt oder durch Rechtsunsicherheit ausbremst. Diskutieren Sie mit uns über gangbare Wege, wie die Industrie den Spagat zwischen konsequentem Verbraucherschutz und einer resilienten, zirkulären Wirtschaft erfolgreich meistern kann.
