Der Bau- und Gebäudebereich muss seinen ökologischen Fußabdruck verkleinern. Jedoch werden Konzepte der Kreislaufwirtschaft, die in anderen Wirtschaftsbereichen immer stärker zum Tragen kommen, im Bausektor noch zu wenig umgesetzt. Zirkuläre Baumaßnahmen können den Verbrauch an Rohstoffen, Energie und Fläche mindern und langfristig Kosten senken. Dabei liegen die Chancen auf der Hand: durch den Erhalt von Bestandsbauten, den Einsatz von Sekundärbauprodukten und das Mitdenken von Um- und Rückbau in Planung und Bauausführung kann die Kreislaufwirtschaft im Bau umgesetzt werden. Die ökonomischen Chancen des zirkulären Bauens werden häufig unterschätzt. Zirkuläres Bauen kann langfristig rentabel sein, da die Kosten für Instandhaltung und Umbau geringer sind als bei konventioneller Bauweise. Es gibt bereits mehrere Player, die bereits neue Geschäftsmodelle entwickelt haben, um wertvolle Rohstoffe aus nicht mehr genutzten Gebäuden wieder in den Markt zu bringen. Digitale Tools für Planung und Dokumentation sowie digitale Marktplätze helfen bei der Umsetzung. Somit kann zirkuläres Bauen ein starker Treiber für Innovation und Modernisierung des Bausektors werden. Andererseits unterstützt es den Erhalt vorhandener Bausubstanz und kann etablierte und in Vergessenheit geratene Praktiken der Baukultur wieder aufgreifen.
Freya Sternkopf, Prof. Dr. Christina Dornack
Conference
Partner / Organizer
Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V. (BDE)
