Kreislaufwirtschaft sollte als Standortpolitik verstanden werden – schon allein deshalb, weil Deutschland über kaum eigene Primärrohstoffe verfügt, gleichzeitig aber weiterhin zu den stark industrialisierten Volkswirtschaften gehört. Für einen Industriestandort wie Deutschland ist ein verlässlicher, langfristig sicherer Zugang zu Rohstoffen daher von strategischer Bedeutung.
Sekundärrohstoffe aus Recycling und Wiederverwendung können einen entscheidenden Beitrag leisten, um Importabhängigkeiten zu verringern, geopolitische Risiken abzufedern und Lieferketten zu stabilisieren. Gerade in Zeiten volatiler Weltmärkte und zunehmender Ressourcenkonkurrenz wird die Fähigkeit, Materialien im eigenen Wirtschaftskreislauf zu halten, zu einem klaren Wettbewerbsfaktor.
Kreislaufwirtschaft ist damit weit mehr als ein umweltpolitisches Projekt. Sie ist eine industrie- und wirtschaftspolitische Notwendigkeit, die unmittelbar über Kostenstrukturen, Versorgungssicherheit und Innovationsfähigkeit entscheidet. Wer Kreislaufwirtschaft systematisch stärkt, erhöht nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit, sondern sichert auch Wertschöpfung, Investitionen und industrielle Arbeitsplätze am Standort Deutschland.
Thorsten Feldt, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, Claas Oehlmann, Dr. Andreas Bruckschen
Reduzierung des Ressourcenverbrauchs
Recycling von Stoffen und Materialien
Conference
Partner / Organizer
Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V. (BDE)
Sprecher*innen
